Selbstwert statt Mehrwert

Die heillose Kultur

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Danksagung

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Mein Dank gilt meiner Familie und hier insbesondere meinem Vater Helmut und meiner Mutter Ilse Eichenauer. Mein Vater starb am 22. August 2006 im Alter von 76 Jahren. Er wusste, dass ich an diesen Büchern schreibe und es hätte ihn gefreut, dass sie nun fertig gestellt sind.

Meine Eltern haben als Kinder und Jugendliche den Krieg mit allen Schrecken, Entbehrungen und Hunger, kurz Mangel, auf allen Ebenen ihres jungen Lebens erleiden müssen. Zusammen haben sie im späteren Leben gegen mannigfache Probleme angekämpft, so, wie viele Menschen nach dem Krieg in Deutschland, und sie sozusagen aus dem Nichts gelöst und gemeistert. Denn auf Geld und glorreiche und lukrative Verbindungen, die ihnen auf die Beine geholfen hätten, konnten sie nicht zurückgreifen. Sie hatten nur sich selbst, ihren Willen, ihre Intelligenz, ihre Lebenskraft und Liebe, mittels derer sie es schafften, fünf Kinder, von denen vier Akademiker geworden sind, in ihr eigenes Leben gehen zu lassen. Leistung war und ist in der Gesellschaft, und so auch in unserer Familie, sehr bedeutend. Mein Vater baute unter anderem ein Tiefbau-Unternehmen auf, dem er den Namen Erdbewegung Helmut Eichenauer gab. In dieser Namensgebung wandelte er unbewusst seine Todesangst aus dem Krieg in eine positive, die Existenz sichernde und erhaltende Tätigkeit, mittels derer Auf- und Umbau erfolgte, um: Er selbst bewegte nun die Erde. Er übernahm die Kontrolle.

Im Krieg sah er als junger Mensch hilflos zu, wie in Sekunden Welt und Leben mittels Bomben verwandelt wurden und nichts übrig blieb außer Toten, Steinen, Not, Hunger und Angst in denjenigen, die die Zerstörungen überlebten. Wie mein Vater und meine Mutter mussten gleichfalls Millionen von Menschen mit diesen Folgen fertig werden. Dennoch blieb eine Form der Angst bestehen: Die Angst, dass alles wieder auf zig Arten genommen werden könnte. Diese tiefe Angst um das Leben scheint die existenziellste Botschaft und Erbschaft der Kriege an Millionen von Menschen zu sein. Sie umfasst die Angst, kein Dach über dem Kopf, kein Geld für Lebensmittel und Kleidung, keine Möglichkeit zum Erwerb von Wissen und Büchern zu haben und als dumm zu gelten, krank zu sein und nichts mehr leisten zu können und irgendwo zu verrecken, vertrieben zu werden und schließlich bis zur ständig anwesenden Angst, irgendetwas könnte passieren, das alles auslöscht: In irgendeiner Form ist die Todesangst immer anwesend gewesen und ist sie in vielen Formen geblieben. Sie wurde aber niemals ausgesprochen... In der Gegenwart sind Millionen Menschen von ihr gezeichnet, leben in Armut, sind krank, verlieren nach und nach alles, was bisher zu einem menschenwürdigen Leben zählte und sterben früher als Menschen, die Geld für gute medizinische Versorgung, gute Lebensmittel, angenehme Wohnmöglichkeiten und kurz, eine unterstützende Umgebung in ihrem Leben vorfinden, die sie mit Geld selbst erschaffen können.

Der Stern teilte im Februar 2010 Angst um Geld bei den Bundesbürgern mit 62 Prozent, und die Sorge um die Ausbildung der Kinder mit 61 Prozent mit (Weber, Math., 11.2.2010, S. 25). Es scheint, es hat sich in 65 Jahren in Deutschland nicht viel geändert... Angst, Sorge und Unsicherheit sind geblieben, auch die Angst um Krieg mit deutscher Beteiligung wird mit 36 % genannt.

Nun, wir leben in einer Welt, in der beides vorhanden ist: Armut und Reichtum. Diese beiden gesellschaftlichen Grundbausteine Armut und Reichtum wurden, sind und werden als existenzielle Sozialgenetik mittels Wirtschaftssystem und Rechtssprechung fixiert und löschen andere Aspekte des menschlichen Seins schlicht aus.

Es sei denn, Menschen haben Geld, um sich selbst zu fördern und damit Zukunft planen und leben zu können. Egal, wie lange ein Mensch ohne Kapital, also ohne eine große Menge Geldes, arbeitet: letztlich kommt er nicht vom Fleck. Damit gibt es heute gesellschaftlich die Möglichkeit, jederzeit das Gegenteil von Allem und Nichts zu behaupten, ohne dass sich irgendetwas persönlich und gesellschaftlich vorwärts bewegen müsste. Die Meinungsvielfalt baut auf diesem Fundament von armen und reichen Menschen auf, und reißt Wahrheit und Objektivität mit in den Spalt zwischen Armut und Reichtum. Gebraucht werden Aussagen, die den Zwiespalt, die persönliche Meinung, den Standpunkt und die Wahrheit verdecken oder als gleich gültig mit anderen erscheinen lassen. Liberale Vielfalt im engen Korsett des Abbaus von Bürgerrechten im Grundgesetz erhält den Schein von Demokratie im Lande. Ein „Alles ist gut” oder „Alles wird gut” deckt die notwendige Bedingung des Kapitalismus (K-System für den, der das Wort nicht mehr hören mag!) von immer wieder neuen Krisen und Zerstörung zu. Sie werden nicht abgeschafft, sondern sind als notwendige Bedingung zu kultivieren. Treffen können sie jeden Menschen.

Deshalb entschloss ich mich, ungewollt und unbewusst zu Beginn des Schreibens, über Zwiespalt, Unterschiedlichkeit und im Zuge des Abwägens der beiden Seiten, über Ungerechtigkeit und von dem Aufzählen von Unmenschlichkeit zu berichten. Und zwar deshalb, weil es jeder weiß und fühlt und weil darüber, was jeder weiß und fühlt, eigentlich nicht gesprochen wird: denn das weiß ja jeder. Aber genau das ist der Kern des Themas: das Selbstverständliche und seine Wertlosigkeit – das menschliche Wesen und sein Selbstwert. Ich zog den Schluss, dass es ausschließlich in der Gegenwart sinnvoll sein kann, sich für das Leben und den Selbstwert von Menschen, kurz, für eine Förderung des menschlichen Wesens einzusetzen.

Ich danke meinen Eltern für ihren Willen zum Leben und dafür, dieses Leben trotz extremer Widrigkeiten angenommen zu haben und zu meistern. Mit diesem mütterlichen „Willen zum Leben” und einem väterlichen „Alles ist möglich” bin ich für mein Leben gestempelt oder geimpft worden.

Damit möchte ich nun keinesfalls diejenigen Menschen provozieren, die es sich mit viel Geld, Erfahrung und Praxis zur Lebensaufgabe gemacht haben, Menschen zu zeigen, dass „nicht alles für alle Menschen möglich ist.” Von diesen Taten und deren Auswirkungen handeln unter anderem die vorliegenden Bücher.

Dann danke ich Dr. Ursula Neise-Bender, der Mutter meines ersten langjährigen Lebenspartners Felix Dürr. Sie starb nur wenige Jahre nach ihrem Sohn am 16. Juni 2007 im Alter von 84 Jahren unerwartet plötzlich. Ihr Berufsleben lag ebenso wie das meine im deutschen Gesundheitswesen. Sie behandelte jahrzehntelang tagaus und tagein als Zahnärztin ihre PatientInnen. Auch als sie schon längst nicht mehr in ihrem Beruf tätig war, nahm sie rege in jeder Hinsicht das wirtschaftliche und politische Leben in Deutschland, und insbesondere im deutschen Gesundheitswesen wahr und kannte sich schlicht und ergreifend in vielerlei Hinsicht aus. Sie war mein guter Engel bei der Klärung rechtlicher Fragen neben den Auskünften der damit beauftragten Rechtsanwältin zur Gründung des Institutes für medizinisches Heilungsmanagements im Rahmen einer GmbH für das Gesundheitswesen. Sie war die erste, die meine Bücher inhaltlich und auch in jeder anderen Hinsicht Korrektur las. Wir saßen viele Stunden zusammen und besprachen die Inhalte. Ich bedanke mich herzlich für ihre Unterstützung und für ihre fundierten und elegant formulierten kritischen Fragen, die spielerisch auf neue Wege führten. Sie war in jeder Hinsicht aufrichtig und vornehm. Das wird jeder bestätigen, der sie kannte. Sie hatte schlicht und einfach einen persönlichen Stil, den heutzutage nur wenige Menschen ihr Eigen nennen können: Außerordentlich klug und anständig bis ins Letzte, hilfreich, edel, gut, liebenswürdig und charmant – bis zum letzten Augenblick und zur letzten Geste in ihrem Leben. Vermutlich würde sie nun zu diesen Zeilen sagen, dass sie unnötig und zu streichen seien. Denn sie hatte eine weitere Tugend, die sie auszeichnete: Bescheidenheit.

Eine weitere treue und unterstützende Seele begleitete meinen arbeitsreichen Weg, den sie täglich mit mir und meiner Tochter in jeder Hinsicht ging: Friedel Mies. Sie ist nun 79 Jahre alt und kennt das Leben wahrlich von vielen Seiten.

Für dieses Wissen, ihre Liebe und Ihre selbstlose Herzlichkeit bedanken meine Tochter und ich uns ganz herzlich!

Die drei Bücher des Bandes I zur Heillosen Kultur las oder besser, verschlang Dr. Milan Walter, ein Philosoph, begeistert und unermüdlich in der Endfassung. Er hatte sich freiwillig und selbstlos für die Aufgabe bereit erklärt. Er las sie inhaltlich gegen. Seine erste Rückmeldung zum Buch nach ca. 70 Seiten morgens um Viertel nach Sechs: „Das Buch hätte ich eigentlich schreiben müssen!” Eine Bestätigung in dieser Form zu bekommen, findet keine Steigerung! Meine Antwort: „Ich hätte nichts dagegen gehabt!”

Bei so vielen Seiten kann es in der relativ kurzen Zeit des täglichen Schreibens unter dem meinem Leben zugehörigem Druck schnell passieren, dass etwas nicht in meinem Sinne richtig oder passend formuliert ist oder mich meine Gerechtigkeitsgefühle angesichts bestimmter Entwicklungen überschwemmen. Zumindest war dies meine Befürchtung.

Aber, folge ich Milan, dann sind es genau die in den Büchern unterschwellig immer vorhandenen Gefühle, die den Stoff in der zusammengefügten Form und in Verbindung mit wissenschaftlichen Forschungen und Theoriesystemen in völlig neuer Form leichtfüßig an die richtige Stelle in Menschen transportieren: ins Herz. Damit gelangt das Thema der Heilung auch im Verstand an den rechten Fleck und gewinnt Land, das wir alle so notwendig unter den Füßen brauchen. Denn die grundsätzliche Frage, wie soll es denn weitergehen in Deutschland, wird mit herkömmlichem Denken und Geschäftsideen keine Lösung im Sinne von Mensch und Heilung hervorbringen.

Milan Walter, ein Prager, hat in jungen Jahren erlebt, was Besetzung der Heimat und generell des Lebens bedeutet. Seit ca. 30 Jahren lebt und arbeitet er in Deutschland.

Er ist in vielerlei Hinsicht interessiert wie engagiert und ist ein gefragter Mann für Vorträge und trägt für vieles andere Sorge.So gründete er vor 10 Jahren unter anderem das Kulturzentrum in Hamm und feierte 2008 mit vielen Menschen gemeinsam dieses Jubiläum.

Ich möchte mich ganz herzlich für diesen Einsatz des Reflektierens der Bücher bedanken. Denn, ebenso wie bei mir, lief diese Arbeit parallel zur täglichen Arbeit und vollem Privatleben teilweise sogar in Nachtarbeit. Danke, lieber Milan!

Ganz besonders bedanke ich mich bei einer meiner Kolleginnen, die sich ebenso selbstlos wie eifrig dieser Aufgabe in Tag- und Nachtarbeit über Monate hinweg widmete, Band 2 und Band 3 inhaltlich und fachlich gegen zu lesen. Sie war mein kritisches, fachliches, berufspolitisches und diesbezüglich auch persönliches Argusauge, das die eine oder andere Formulierung abschwächte oder aber, entrüstet ob des Inhaltes der politischen Mitteilungen und Entwicklungen, verstärkte! Ich danke dir, liebe Gabi, dass du diese umfangreiche Stunden- und Nervenarbeit neben Deiner Praxisarbeit durchgezogen hast!

Ebenso danke ich Gerd Wessolek, meinem langjährigen Kollegen und Freund für sein Interesse und nicht müde werdenden ermunterndem Nachfragen, wie weit ich denn wäre mit dem Hinweis, dass die Bücher raus müssen. Er hat sich von seiner Lebenspartnerin, gemütlich auf der Couch liegend, Ausschnitte vorlesen lassen. Sie diskutierten dann über Inhalte und erwogen, etwas „so drin zu lassen” oder eben anders zu formulieren oder zu ergänzen. Während meiner gesamten 21jährigen Praxiszeit war er von Anfang an dabei oder ich bei ihm, wenn es galt, etwas für die Psychologen und Psychotherapeuten zu tun und/oder gemeinsam mit ihnen für den Berufsstand zu erkämpfen. In diese Arbeit steckte er viel Zeit und Engagement in der Verfolgung der gesetzlichen Verankerung des Psychotherapeutengesetzes ebenso wie Gabi, die es nach ihrer Zeit und Arbeit in Bosnien, wo sie während des Krieges mit vergewaltigten Frauen und Kindern arbeitete und jetzt noch dort Frauen und Kolleginnen kontinuierlich in der Arbeit unterstützt, nach Dortmund zog.

Gerd arbeitet parallel zu seiner täglichen Praxisarbeit im Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung KVWL und verfügt von daher über sein Pensum an zusätzlicher (schlecht bezahlter) Arbeit. Das Privileg des Vorgelesen bekommen stand ihm zu! Ich danke Dir, lieber Gerd!

Ich danke meinem Freund Wolfgang Körner aufgrund seiner treuen, interessierten, furchtbar wie fruchtbar kritischen Begleitung der Bücher von Beginn an. Er ist seit Jahrzehnten als Schriftsteller, Drehbuchautor und langjähriger Kolumnist der Fachzeitschrift BuchMarkt tätig. Uns verbindet ebenfalls seit einigen Jahrzehnten eine Freundschaft, die auf Respekt, Achtung und Selbstverständlichkeit in allen Lebenslagen aufgebaut ist. Danke, lieber Wolfgang!

Er las Teile der ersten drei Bücher des Bandes I und überlegte mit mir gemeinsam Veröffentlichungsmöglichkeiten. Darüber hinaus führten wir Gespräche über die beiden Lektorinnen, die ich für ihre Arbeit nach ihren eigenen Honorarvorstellungen bezahlte und die mir dann ein Arbeitsergebnis auf den Tisch legten, das mir die Tränen in die Augen trieb. Die Mentalität, das Blaue vom Himmel zu versprechen und dann nur die Hälfte, wenn überhaupt, einzuhalten und dann den Versuch zu starten, mir weiteres Geld vertragsungemäß aus den Rippen leiern zu wollen, ließ mich in diesem Frühjahr 2008 fast verzweifeln. Im Sommer fand ich dann auf Empfehlung eine andere Lektorin, die dann den Coup landete: Sie schickte mir quasi eine unbearbeitete Datei zurück, die ich wiederum vertragsgemäß aus purer Dummheit direkt im guten Glauben, sie habe die Arbeit wie abgesprochen erledigt, bezahlte. Wolfgang war in dieser Situation sowohl Tröster wie beinharter Realist: „Du musst diese Arbeit selbst machen.” Bravo, davon hatte ich ja wohl geträumt! Die Zeitspanne dafür hatte Wolfgang selbst als zigfacher Autor vieler Bücher sicher im Gespür. „Du wirst bis Weihnachten daran sitzen!” Er hatte gegen meine diesbezügliche Gefühlsaufwallung und Erschöpfung Recht. Durch diese Unzuverlässigkeiten und, ja Niedertracht, wurden die Bücher nun später fertig!

Im Nachhinein muss ich sagen, dass es richtig war, dass ich diese Arbeiten selbst machte, die sich eben nicht nur auf Rechtschreibkorrekturen und Kommaregeln, – für die ich an dieser Stelle vorsorglich um Nachsicht bitte... und zusätzlich daraufhin weise, dass sich auch Kopierfehler aufgrund des hin- und her Sendens von Dateien eingeschlichen haben könnten, die ich nun nachträglich nicht noch einmal umfassend, sondern nur sporadisch überprüfen kann, soweit sie mir auffallen, wenn ich das eine oder andere Kapitel noch einmal lese – sondern auch auf viele Einzelheiten und Inhalte sowie aktuelle Ergänzungen erstreckten, die diese Lektorinnen tatsächlich nicht mit ihrem Wissen hätten abdecken können.

Dann möchte ich mich bei allen bedanken, die mich aus der Ferne mit Gesprächen und interessiertem Nachfragen begleiteten. Hier bedanke ich mich insbesondere bei meinem langjährigen Freund Dr. Gerhard Fatzer in Zürich. Er ist Leiter des Trias Institutes für Supervision und Organisationsentwicklung Zürich in Grüningen und seit 25 Jahren in der Aus- und Weiterbildung von Coaches und Beratern im Rahmen des Beraternetzwerkes TRIAS, deren Initiator und Gründer er ist, tätig und zusätzlich als internationaler Organisationsberater, Coach und Schulentwickler. Zusätzlich ist er Herausgeber der Reihe EHP-Organisation und Profile. Er veröffentlicht kontinuierlich neue Erkenntnisse und Entwicklungen aus seinem Berufsfeld in Büchern und Artikeln und wird niemals müde, internationale Konferenzen mit namhaften Organisationsberatern aus der ganzen Welt zu initiieren und zu organisieren. Seit 2002 ist er Gastprofessor für Organisationsentwicklung an der Universität Innsbruck. Wir kennen uns seit mehr als einem Viertel Jahrhundert. Ellenlange Gespräche bezüglich wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und universitärer Entwicklungen in Deutschland, Österreich, Schweiz und salopp formuliert, dem Rest der Welt, ist für uns selbstverständlich. Kurze Gespräche, egal in welchem Teil der Welt er sich gerade befindet, sind uns fremd. Ich danke dir lieber Gerhard!

Ich danke meinem langjährigen und treuen Arbeitskollegen und Freund Prof. Prof. Dr. Dr. Siegfried Mrochen für sein nicht müde werdendes Interesse und seine emotionale Begleitung dieses Prozesses des Schreibens und seiner Sichtweise, dass das Werk schon werde. Ebenso bedanke ich mich für seine vielen unterschiedlichen Bemühungen im Rahmen dieses Prozesses zum Thema „Korrekturlesen”, die richtige Person zu finden; das ist leider nicht wirklich gelungen und bezieht sich nicht auf die beiden obigen genannten Lektorinnen. Siegfried las darüber hinaus die einen oder anderen Abschnitte inhaltlich und gab seine Rückmeldung. Da er nun in Berlin lebt, arbeitet er nun nicht mehr in meiner Praxis. Aber über die gemeinsame Arbeit im Qualitätszirkel haben wir kontinuierlich fachlich und persönlich neben zahlreichen privaten Telefonaten und Treffen eine außergewöhnliche und einmalige Beziehung entwickelt. Danke, lieber Siegfried!

Ganz zum guten Schluss lasen noch einmal vier Männer unterschiedlichen Alters, die unterschiedlichen Beschäftigungen nachgehen, die Bücher parallel Korrektur. Ich bedanke mich ganz herzlich für diesen Einsatz bei Benjamin Schroeder, einem intellektuellen, feinfühligen und belesenen Pizza-Ausfahrer, Martin Pawelczyk, einem Einser-Abiturienten und damit dem Jüngsten im Quartett, der neben der Tatsache, dass er seine Facharbeiten für das Abitur zu schreiben hatte, beherzt las, Florian Pottmeyer, einem studierten Germanist und Journalist, und Heinz Hohl, ein studierter Mediziner und nächtlicher Vielleser, der es in seinem Leben vorzog, lieber einen gastronomischen Betrieb auf einer Mittelmeerinsel zuführen, statt in Deutschland in einem Krankenhaus zu arbeiten oder eine Praxis zu führen.

Ganz besonders möchte ich mich bei Michael Schulte bedanken, der nach der Veröffentlichung der Bücher mit mir gemeinsam noch einmal die Bücher professionell, so hoffe ich doch sehr, im Endspurt beherzt half, die Erstellung der Bücher aus den Worddateien für die Printversionen und epubs aus dem Stand voranzutreiben, sie schick und sie gleichfalls für möglicherweise weitere Korrekturen zugängig zu gestalten, und sie natürlich entsprechend schnell, zu bearbeiten. Danke, lieber Herr Schulte!

Dann danke ich meiner Freundin und Kollegin Jutta Seip für ihren kontinuierlichen und ungeduldigen Zuspruch, die Bücher doch nun zu Ende zu führen und mich immer wieder mal aus der Arbeit herausgerissen zu haben, um mich auf andere Gedanken zu bringen. Ihre Geschichten über ihr Pferd und ihr Lieblingsurlaubsland Indien und genauer, Goa, das ihr fast zur zweiten Heimat und Haut wurde, waren dazu immer geeignet!

Mein Dank gilt dem unermüdlichen Interesse von Hannes Kamps am Thema Kriegs- und Nachkriegsgeneration und den mir in diesem Zusammenhang zugesandten und übergebenen Zeitungsartikeln und Hinweisen auf Bücher. Danke, lieber Hannes!

Das Schreiben von fünf Büchern erfordert eine Form des Rückzuges aus dem Privatleben mit Freunden, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. Aber es war absolut notwendig, diese Konzentration und unermüdliche Arbeit zu leisten. Meinen Freunden und Freundinnen, die dennoch Verständnis aufbrachten und bei der Stange in meinem Leben blieben und mich in unterschiedlichen Hinsichten unterstützten, danke ich von ganzem Herzen. Die Gemeinten wissen, dass sie gemeint sind und dies möchte ich auch so im privaten Bereich belassen und dennoch Danke sagen. Aber es gibt auch diejenigen, die auf diesem vierjährigen Weg verzagten. Ihnen sage ich herzlich Auf Wiedersehen!

Und ich sage Dr. Akbar Machmoudi ein herzliches und erneutes Willkommen. Er hat mich gegen Ende der Fertigstellung der Bücher so zum Lachen und Weinen gleichzeitig gebracht, ob seiner unbeabsichtigten Weisheit, deren Inhalt sicherlich auf zahllose Menschen in Deutschland und in der Welt zutrifft. Er hat über ein Jahr lang von 1996 bis 1997 ein Praktikum in meiner Praxis absolviert und zahllosen psychotherapeutischen Sitzungen mit meinen Patienten damalig beigewohnt.

Er schenkte mir einen kleinen Gedichtband, da wir beide Gedichte lieben, zum Abschied. Aus ihm zitierte ich vorn das Gedicht von Rumi. Ich hatte ganz vergessen, dass er mir diesen Band geschenkt hatte. Die Erinnerung kam schlagartig, als ich die Widmung im Buch las: „Meiner lieben Meisterin Monika in Freundschaft.” In arabischer Schrift, die er mir Gott sei Dank übersetzte, schrieb er dann:

Wie lange willst du Dich anstrengen, um Dir ein Hemd zu besorgen.

Laß und befreie Deinen Körper, dann wirst Du auch nichts zum Anziehen gebrauchen!

Ja, es war der 6.11.1997 als er dies schrieb – und 11 Jahre später vielen mir diese Sätze wieder in die Hände, die heutzutage inhaltlich so vielen Menschen Sorgen ob der Not und Verzweiflung mangels Geld bereiten. Es bleibt nur noch eines zu sagen: Es bleibt uns allen nichts anderes übrig, als uns um die Seele zu kümmern, ihre kleine, feine Stimme in unserem Inneren zu hören und die von ihr vorgeschlagenen Wege persönlich und in der Gesellschaft zu gehen – dann kommt das Hemd von ganz allein. Dies ist zumindest meine Erkenntnis, die sich 1987, ein Jahr vor der Eröffnung meiner Praxis, wie vom Himmel fallend emotional einstellte: Ich saß in meiner Küche am alten Holztisch meiner Großeltern Else und Arthur Herget und ging meiner notwendigen Lieblingsbeschäftigung nach: Ich machte mir Gedanken, wie ich mein Geld einteilen sollte. Doch plötzlich durchfuhr mich ein Blitz: „Was sorge ich mich um Geld? Völliger Blödsinn, einen Gedanken daran zu verschwenden! Ich habe keines! Was also einteilen und verplanen?” Ich musste herzlich lachen, ob so viel Blödheit, über etwas nachzudenken und auch noch einteilen zu wollen, was ich nicht hatte! Von da an ging es damalig bergauf in meinem Leben......bis wann genau, werden Sie, lieber Leser, noch lesen können.

Heutzutage scheint mir im großen Maßstab wichtig, anständig zu bleiben, ob man Geld hat oder es nicht hat, und auf die Seele zu hören. Und wenn man die nicht hört, auf die Symptome zu hören, um zu entschlüsseln, wie und was sich in Leib und Gesellschaft kundtut und vom eigenen Leben in dieser Kultur erzählen will. Und wer keine Symptome hat oder erkennt, welche und in welchem Bereich des Lebens auch immer, sollte reflektieren, welche Motive als Handlungsgrundlage in seinem Leben wirken: denn sie sind es, die letztlich Gesellschaft, Kultur und Mensch formen.

Danke, Akbar, dass Du mich in dieser Form daran erinnert hast, was Inhalt der Bücher zur Heillosen Kultur geworden ist: Ein Plädoyer für die Seele und das menschliche Wesen.

Last but not least danke ich ganz herzlich Axel Schroeder, meinem Kollegen und langjährigem Freund, der in Engpässen immer wieder eine gute Idee hatte, wie etwas zu lösen oder zu bewerkstelligen sei und mir tatkräftig und engagiert zur Seite stand und steht. Er setzt sich seit Jahrzehnten in vielerlei Hinsicht für das Wohlergehen von Menschen ein. Danke lieber Axel!

Ich wünsche Ihnen, lieber Leser, trotz des Schmerzes, des Elends und der Not von Menschen, wie sie in den vorliegenden Büchern aufgezeigt und zitiert werden und unabhängig davon, sich in der Welt in den letzten Jahren und besonders in den letzten Monaten summierten, auch Spaß beim Lesen dieses Werks für Psyche, Seele und Heilung in unserer heutigen Zeit!

Und: Ich freue mich über jeden Menschen, der diesen roten Faden aufgreift und weiter daran schreibt oder auf andere Art und Weise mitarbeitet!

Aus diesem Grunde erweitere ich meine Danksagung auf all Jene, die sich in ihrem Leben gleichfalls dem Thema Mensch und Seele gewidmet haben.

Viele Menschen haben auf zig verschiedene Arten Themen für das menschliche Wesen aufgegriffen: Unzählige Autoren, Journalisten, Dichter und Denker, Philosophen, Literaten, Wissenschaftler, Kollegen und generell Menschen wären hier zu nennen und ihnen zu danken, die ich wie selbstverständlich zitieren konnte, und die gleichfalls mittels ihres Wirkens mit dazu beigetragen haben, dass die Bücher nun bei Ihnen in dieser Form vorliegen. Deshalb möchte ich am Ende der Danksagung drei, vier Menschen zitieren, die uns, aus völlig unterschiedlichen Erfahrungen geboren, ihre Empfindungen, ihr Wissen und ihren Standpunkt in der Gesellschaft mitgeteilt haben und dennoch vom Selben, aus der unmittelbaren Nachkriegszeit berichten bzw. das Thema Globalisierung in ihrer Form in der Jetztzeit aufgriffen:

So Camus in seinem 1951 veröffentlichten Buch „L`homme révolté” und die Autorin von „Anonyma – Eine Frau in Berlin” in einer Tagebuchaufzeichnung, die Marta Hillers, einer deutschen Journalistin, zugeschrieben wird und in einer amerikanischen Ausgabe 1954 und 1959 in einer deutschen Übersetzung erschien. (Vgl.: Wikipedia: Marta Hillers). Man könnte die essenzielle Botschaft so formulieren: Auf, dass Krieg und Terror endlich aufhöre, ein weder Opfer noch Henker sein (Camus, 2006) in die Psyche von Menschen einziehe. Auf, dass Angst und völlige Vereinzelung von Menschen, wie sie in Anonyma (2008) durch die unbekannt bleiben wollende Autorin beim Einzug der Russen in Berlin beschrieben wurde, unsere Seele nicht mehr ins Niemandsland der völligen Einsamkeit verbannen kann: „Noch sind die Russen auf den Straßen ganz unter sich. Doch unter allen Häusern flüstert es und bebt. Wer das jemals darstellen könnte, diese angstvoll verborgene Unterwelt der großen Stadt. Das verkrochene Leben in der Tiefe, aufgespalten in kleinste Zellen, die nichts mehr voneinander wissen.” (2008, S. 54)

Heutzutage verkriechen sich Menschen in sich selbst – außen bleibt die gesetzlich durch Reformen, Gesetze und Regeln gestaltete und gestattete menschliche Fassade, die vor allen Dingen Gleichheit unter Opferung der Freiheit bei Erhalt einer dergestalt modifizierten persönlichen Individualität beinhaltet, stehen: und irgendwo im leiblichen Keller verschanzen Menschen sich, hält die Angst sie gefangen, sind misstrauisch gegen andere und sich selbst, schützen das, was ihnen geblieben ist oder besser, gelassen wurde und versuchen, noch etwas Leben und Zukunft zu ergattern. Sie versuchen, sich vor weiteren Schäden durch Rückzug ihrer Seele zu schützen. Das menschliche Wesen wird aufs Tiefste beschämt und im ökonomischen Spinnennetz der Globalisierung verklebt und erstickt. „Sebastian Hakelmacher, der wohl bekannteste pseudonyme Autor in Wirtschaftskreisen, war Finanzvorstand eines internationalen Konzerns und verschiedener Unternehmen schreibt: „Bilanzblüten (flores bilanciae) sind eine Kreuzung aus den Grundsätzen ordnungsgemäßer Bilanzierung und den Blütenträumen der Kaufleute. Sie sollen mit ihrer Farbenpracht und ihrem Duft Investoren anlocken, um das Kapital des Unternehmens zu mehren.” (2006, S. 11) Die schillernden Blüten bescherten einigen globalisierenden Unternehmen enorm viel Geld, anderen den Gestank einer degenerierenden Wirtschaftskultur, die Inflation von Werten, wie sie sich aus der Zerstörung von Natur und Seele zwangsläufig ergeben würden, forcierten. Erhalt von Natur und Leben und Schutz des menschlichen Wesens als Ziel jeglicher Kultur, die Seele und Natur als Wert an die erste Stelle setzen, wurde vernachlässigt bzw. als SELBSTVERSTÄNDLICH und ALLGEGENWÄRTIG in allen gesellschaftlichen Bereichen anwesend deklariert. Das Ziel der Kapitalvermehrung brauchte und entwickelte Mittel und Wege, die Zerstörung von Seele und Natur zu verschleiern bzw. als reparabel erscheinen zu lassen.

Der Nobelpreisträger für Literatur aus dem Jahre 1957, Albert Camus, sprach vom Jahrhundert der Angst und der Angst als Technik, die ein Leben ohne Zukunft, „ohne Hoffnung auf ein Reifwerden und Fortschritt” beschere und sich aus der Angst vor Krieg nähre. (2006, vgl. S. 9 u.11) Wegen seines moralisch und emotional entfalteten Standpunktes in seinen Schriften gab es immer wieder aus unterschiedlich berufenem Mund Einordnungsversuche, die sich abzuwägen vornahmen, ob Camus nun Schriftsteller oder doch Philosoph sei.

Heidegger votierte, wie Heinz Robert Schlette (2006) referiert: „Auch Gabriel Marcel und Sartre traten bekanntlich mit Dramen hervor, schrieben Kritiken in Zeitungen und gaben politische Statements ab, und daß man bei Nietzsche nicht das Theoretische von dem Poetischen trennen darf, also das Philosophische als das Dichterische und das Dichterische als das Philosophische zu begreifen hat, wurde von Heidegger überzeugend dargelegt.” (2006, S. 60-61) Camus sagt kurz und bündig zu diesem Unterfangen der Einordnung: „Man denkt nur in Bildern. Wenn du Philosoph sein willst, schreib Romane.” (2006, S. 61)

Camus schrieb weiter, wir leben im Terror und es sei eine Utopie, davon auszugehen, dass Morden und Terror aufhöre. Eher wäre es eine Frage, was weniger Kosten produziere: „Meine Überzeugung ist es, daß wir vernünftigerweise nicht mehr hoffen können, alles zu retten, daß wir uns aber vornehmen können, zumindest Menschen zu retten, damit eine Zukunft noch möglich ist.” (2006, S. 18)

Er starb bei einem Verkehrsunfall am 4. Januar 1960.

Nun will der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy Albert Camus’ selbst gewählte letzte Ruhestätte von Lourmarin nach Paris ins Panthéon anlässlich des 50. Todestages verlegen. Damit soll Camus Ewigkeit in der Gesellschaft von Voltaire, Zola, Rousseau, Hugo, Malraux und Dumas gewährt werden. Wie nicht anders zu erwarten, gibt es Streit in Frankreich über die Verlegung dieser letzten Ruhestätte und so mancher mutmaßt „ob man dem großen Toten, dessen Liebe das Licht und das Mittelmeer waren, mit derartigen Ehren posthum staatliche Gewalt antut.” (Iris Radisch, 30. 12.2009, S. 72)

Leider garantiert das Panthéon nicht die Lebendigkeit dessen, was Camus beschrieb und verstanden wissen wollte im Sinne von Menschen.

Im Pantheon wird Camus in Zeiten der Globalisierung einverleibt und versteinert zur bedeutungslosen Ikone im Spätkapitalismus, deren Namen man als gebildeter Mensch kennen sollte – und ansonsten nichts weiter... Die Seele Albert Camus ist für Menschen damit weder in der Gegenwart, noch in die Zukunft hinein gerettet...

Mir liegt der wertvollste und erhabenste Teil des menschlichen Wesens, nämlich seine Seele, am Herzen. Wird die Seele gerettet, ist der Mensch, das menschliche Wesen gerettet, dann kann sich die Psyche neu orientieren, der Körper genesen und soziales Zusammenleben von Menschen in der Gesellschaft neu und wohlwollend gestaltet werden.

Millionen von Menschen wurden und werden körperlich wieder zusammengeflickt, aber sie sind eigentlich seelisch nicht mehr unter den Lebenden und so wenig seelisch und psychisch vollständig wie diejenigen, die körperlich noch unversehrt sind. Die Techniken, um mittels Angst (und Terror) die Seele zu zerstören, sind oftmals wirkungsvoller als diejenigen Techniken, die Seele von Angst zu befreien. Psychologische Psychotherapeuten arbeiten insofern fachlich am Limit, da sie erfahren, wie Methoden gegen die eigentliche Intention, zu heilen, gesellschaftlich und wirtschaftlich im entgegengesetzten Sinne zur Kapitalvermehrung, Unterordnung und Anpassung genutzt werden. Insofern leben wir nun im Zeitalter der Perversionen, die mittels Angst und Angsttechniken perfektioniert werden...

Oder gibt es einen Menschen auf der Welt, der keine Angst in der Gegenwart hätte...? Präziser formuliert, wäre die Frage zu ergänzen: Außer Psychopathen. Sie haben keine Angst, weil Gefühle ihnen ein Fremdwort sind und sie gern ökonomisch mit diesen Fähigkeiten an die ökonomische Front geschickt und dafür bezahlt werden. Dennoch schließt sich eine Frage an: Wie kommt es zur Psychopathie?

Mein Dank gilt insofern allen Menschen, die sich gleichfalls für die Seele des menschlichen Wesens und eine gesunde psychische und körperliche Entwicklung einsetzen und auf deren Erkenntnis, Erfahrung und Fazit ich mich in den Büchern beziehen konnte!

Und mein Dank gilt den Lesern der vorliegenden Bücher, dieses Thema für sich gleichfalls aufzugreifen.

Denn es ist keine Selbstverständlichkeit, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und sich Gedanken zu machen, wie drastisch sich das Leben von Menschen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter verändern wird. Die bereits eingetretenen Lebensveränderungen werden oftmals so wahrgenommen, als seien sie wieder rückgängig zu machen. Dem ist nicht so.

Professor Meadows, der Autor des Weltbestsellers „Grenzen des Wachstums” beantwortet in einem Interview mit dem Titel „Die Welt bricht zusammen” die Frage: „Seit 1972 warnen Sie unermüdlich vor dem Kollaps. Warum nimmt trotzdem kaum jemand Ihre Warnungen ernst?” folgendermaßen: „Die Mehrheit der Menschen interessiert das einfach nicht. Die Menschen denken an ihre Freunde, ihren Job, die Uni, aber nicht an die Zukunft. Die Politiker tun das genauso wenig; oder kennen Sie etwa weitsichtige und aufrichtige Politiker, die sich selbst für das Wohl des Landes opfern würden? Nein. Sie denken an die nächsten Wahlen und haben Angst, dass sie ihren Job verlieren.” (Hartung, Hensel & Kirsten: 2/2007, S.8)

Natürlich, Menschen sind an dem interessiert, was täglich und unmittelbar in ihrem Leben läuft oder passiert und was nicht. Sie sind bemüht, Anschluss zu halten, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen und gesund zu bleiben. Die beiden Ziele, „Lebensunterhalt verdienen” und „gesund zu bleiben” schließen sich in heutiger Zeit oftmals aus. Die Erwartungen, was Menschen leisten, und womit sie zu Recht kommen müssen, türmen sich in ihren Leben zu Hügeln und oft zu Bergen auf, die unüberwindlich erscheinen.

Menschen sind damit beschäftigt, ihr Leben aufrecht zu halten und haben kaum Zeit, sich mit grundsätzlichen Fragen, wie zum Beispiel, welche Weichen müssen bezogen auf Werte gestellt werden, zu beschäftigen... Wer dies dennoch tut, erlebt, wie dem Anliegen entgegengesteuert wird: in jeder gesellschaftlichen Spate herrscht der Wert des Profits, die Orientierung am Gewinn und an Karriere.

Aber nicht nur Politiker verlieren ihren Job, wenn sie den offiziellen Werten nicht mehr dienen, sondern Tausende Menschen verlieren zusätzlich zum „Job” noch viel mehr – darüber denkt kaum jemand laut nach. Aber die, die ihn verlieren oder drohen zu verlieren, leben und spüren, woran keiner denken möchte und worüber noch wenig gesprochen wird: Viele Menschen verlieren ihre Gesundheit, ihre körperliche und psychische Funktionsfähigkeit und letztlich ihre Seele. Angst beherrscht Leben, Leib und Seele. Damit lebt es sich dann jeden Tag ein bisschen schlechter. Psychologische Psychotherapeuten und Ärzte gibt es zu wenig, als dass gesagt werden könnte, jeder Mensch in unserer Gesellschaft bekommt die notwendige Unterstützung, damit Gesundheit erhalten bleibt oder wiederhergestellt wird. Zusätzlich wird ein Geschäft aus Krankheit gemacht.

Und diese Tatsache kann nicht das Schlusslicht einer – wenn auch nur technisch und wirtschaftlich – hoch entwickelten Kultur und Welt sein.

Eine Kultur, wie der gegenwärtigen, in der Flügel gestutzt und Wurzeln gekappt werden, um einer platten Ebene von Geschichtsschreibung, die Siegen (Macht) und Erfolgen (Profit/Gewinn/Materie) unter Verleugnung des Leids des je einzelnen Menschen zuschreibt und feiert, verleiht einer trostlosen, künstlichen menschlichen Gleichartigkeit Gewissheit, die letztlich Überleben in der Anpassung garantiert, aber den realen seelischen Landschaften von Menschen weder gerecht wird, noch entspricht.

Noch entspricht ein solches Geschichtsbewusstsein einer in der Kultur immer wieder favorisierten Vernunft und Vernünftigkeit, da sie sich lediglich an Einahmen, ob Land, Menschen oder Geld, labend orientiert und technisch-wissenschaftlich Fehler auswertet, um besser und noch reicher zu werden, um Macht und Einfluss geltend zu machen – Vernunft und Logos werden nicht zum Wohl und zur Entwicklung des menschlichen Wesens eingesetzt. Sondern sie werden im Alltag für Menschen zum Totschlagargument für jedes eigenständige Denken, für jedes individuelle (und damit geschichtslose!) Fühlen und Erinnern, für jede Art von Sehnen und Wünschen. Am Ende der Woche wird Vernunft gegen Wahrscheinlichkeit ausgetauscht und der Lottoschein ausgefüllt. Glück auf Geld, das klar und eng eingeteilt in anderen Händen gehalten wird, soll die Wende im Leben schaffen. Die Freiheit des Fühlens und Sehnens ist emotional auf sechs Kreuze begrenzt in dieser Kultur – ansonsten richtet sich Vernunft in jeder Form nach der Ökonomie und deren Auswirkungen auf den einzelnen Menschen: d.h., gegen Millionen und Milliarden von menschlichen Leben.

Diese Geschichte unserer menschlichen Kultur gebärt gleichfalls eine armselige und graue Zukunftsaussicht. Denn es geht im Kern nicht um Erhalt und Entwicklung des menschlichen Lebens, und schon gar nicht um die menschliche Seele. Identifikation mit einer Geschichtsschreibung ohne Lebendigkeit ist entweder nicht zu erwarten, oder Menschen gleichen sich ihr an und verlieren sich und ihr Leben im Ziel der Anpassung aus den Augen und werden sich selbst fremd. Der Mensch wird geschichts- und gesichtslos.

Vernunft und Logos dienen der Anpassung an die Ökonomie (und damit gleichfalls an geltende Rechtssprechung), weil sie versprochen hat, für jeden Menschen Arbeit und Brot hervorzubringen. Oder hat sie sich da versprochen? Der Mensch strebt nach Höherem, nach Kultur, nach Veredelung von Natur, Lebensgewohnheiten und individuell Eigenem, Verwirklichung menschlicher Fähigkeiten und deren Ausdruck in der Kunst, Wissenschaft, Technik, Umwelt.

Der Mensch vergegenständlicht sich in ungezählten Variationen, vielen Formen mittels unterschiedlicher Methoden und Fertigkeiten. Sie spiegeln ihn wider. Geschaffen hat die Menschheit auf hohem Niveau ein perfektioniertes Faustrecht, ob durch körperliche, ökonomische oder geistige Macht.

Menschen ist vieles versprochen worden. Die ungezählten Brüche des Versprechens haben die Seele gebrochen. Versprechen verkünden dürfen auch Politiker und sich desselben bedienen: es wird geradezu vorausgesetzt, dass sie es tun, um den Spagat zwischen Zielen der Ökonomie und der materiellen Realität von Menschen als lebendige kommunikative Brücke gedanklich bereit zu stellen. Der Bogen der Sehnsüchte und Wünsche wird an den Himmel der Kultur auf Pappe projiziert und bröselt regelmäßig nach den Wahlen im Regen der realiter vorhandenen Möglichkeiten zu einem Häufchen Elend am Boden zusammen. Es verbleibt ein Rest von Enttäuschung, Gewöhnung und Langeweile. Es erscheint einfach nichts Neues am kulturellen Himmel, etwas, das Mut, Freude und Zuversicht in Menschen weckt: Denn es geht hier nicht um den Menschen.

Er verliert Sehnsüchte und Wünsche, kurz, Wurzeln und Flügel. Wie soll da eine verheißungsvolle Zukunft entstehen? Und wem gehört diese Zukunft, die in starrem Grau antizipiert abschreckt, schon beim an sie Denken krank macht, statt leuchtend als Ziel den Weg für den Fuß und das Herz schon am frühen Morgen weist?

Wird die Seele gequält, wird Natur und Welt zerstört und umgekehrt. Die Psyche, dass heißt unsere reflexive Gefühlsverarbeitung zum Schutz der Seele, und der Körper, das heißt unsere materielle Repräsentanz, geraten an Grenzen, mit Belastungen und Ängsten fertig zu werden.

Kein Mensch will die Welt nach den Erfahrungen von Weltkriegen und den Auswirkungen von verendenden Wirtschaftssystemen verändern. Aber sie muss durch uns alle verändert werden, damit Menschen leben und einander Vertrauen können, statt funktionalisiert für Ökonomie, die wir immer brauchen werden, und Geld, vegetieren zu müssen. Die Empfehlung Salomons ... wenn einer fällt, helfe der andere ihm auf... der starke und reiche helfe dem armen und schwachen Menschen...

Diese Empfehlung muss Leitempfehlung, muss Programm für zukünftige Entscheidungen und Regelungen in Gesellschaften werden. Erst dann, wenn das menschliche Wesen gerettet wird, kann wieder von Kultur und Kultiviertheit gesprochen werden.

Deshalb habe ich geschrieben.

Dennoch: All die Informationen in den fünf Büchern zusammenzutragen und sich mit den Lebensrealitäten unserer Zeit zu konfrontieren, hat selbst mir, die tagtäglich mit Leid, Schmerz, Trauer und Krankheiten sowie Problemen und Konflikten konfrontiert ist, wehgetan. Für Lösungen in unserer Gesellschaft zum Besseren hin im Sinne des menschlichen Wesens werden viele Menschen gebraucht. Sie müssen sich in ihren Bereichen gut auskennen und den Nektar ihrer Erfahrung und ihrer Erkenntnis für uns alle zu Balsam verarbeiten. Zuhören und zweifelsfreie Werteorientierung für das menschliche Wesen und Natur ist Grundvoraussetzung für die Arche Noahs heutiger Tage ... Meiner Ansicht nach werden Politiker dies allein nicht schaffen, sowenig wie eine gut funktionierende Wirtschaft dies allein bewerkstelligen kann. Probleme, die jahrelang ignoriert wurden, brechen aus allen Ecken und Ländern über uns herein.

Möge wissenschaftliche Erkenntnis, lebendige Erfahrung und Wissen, Intelligenz, Vernunft oder Logos für Seele, Gefühle und Leben von Menschen eingesetzt werden und Sophia, die Weisheit, endlich aufblühen und der Gerechtigkeit den nötigen Schwung verleihen, damit die Menschheit überhaupt Bestand und Entwicklungsmöglichkeit haben kann: Moral ist gleichwertig neben Recht zu stellen – um zu einer Gerechtigkeit zu gelangen, mit der Menschen sich wohl fühlen können. Man kann den Wind nicht ändern, aber die Segel neu setzen, wie Steinmeier sinngemäß in der Sendung bei Anne Will am 31.10.2010 bezüglich der Nierentransplantation seiner Frau sagte.

Jetzt!

Denn, was zwischen Himmel und Erde liegt, haben wir Menschen geschaffen.

Die Welt hielt den Atem an, weil der isländische Vulkan Eyjafallajökull spie und etwas später Pakistan überschwemmt wurde und insgesamt 780 Millionen Liter Öl über Monate in den Golf von Mexiko liefen und im Oktober 2010 die ungarische Stadt Kolontar mit Giftschlamm überschwemmt wurde, der nun in den Boden sickert... und... wenn Sie, lieber Leser, diese Zeilen lesen, dann wird es wieder eine aktuelle Katastrophe und es wird wieder neue Themen von dem, was (nicht mehr) geht, geben... wie in Tunesien, Ägypten, Jordanien und Afghanistan... und nun auch noch der Krieg in Libyen und die Katastrophen in Japan. Das alles wird teuer, sehr teuer... Und wenn etwas teuer ist oder wird, dann fangen auch diejenigen an zu überlegen, die entsprechende Entscheidungen, die zu Katastrophen führ(t)en, getroffen haben, wie man es besser machen könnte. Dennoch heißt es hinterher zum Beispiel: Die Natur wehrt sich und man habe Entwicklungen nicht absehen können – und der Mensch? Mensch, Natur und Welt sind einander Spiegel. Setzt der Mensch sich für sich selbst ein, für das menschliche Wesen, setzt er sich für Natur ein. Denn erst dann begreift er, dass es Entwicklungen gibt, die zerstörerisch sind und nicht oder nur sehr schwer wieder gut zu machen sind: Das, was mal war, ist unwiederbringlich.

Einiges kann mit Geld wiederhergestellt werden, auch wenn es teuer oder sehr teuer ist......aber nicht alles!

Aber nichts wird jemals so teuer, wie sich an Menschen hinsichtlich ihrer Seele zu vergehen... ihre psychischen Abwehrkräfte extrem zu strapazieren und ihren Körper, ihr Denken und Fühlen zu schwächen: Denn das kann uns allen den Kopf kosten, wie man so sagt. Menschen machen Fehler! Lernen wir daraus: sofort! Deshalb plädiere ich für die Ärzte der Kultur. Dies wäre eine der Lösungen oder Hilfen in der Gegenwart, die ich vorschlage und mich auch noch einmische und einreihe bei den Menschen, die ebenso geschrieben haben und schreiben für die Seele, für das menschliche Wesen, wie ich es getan habe – und natürlich schreibe ich für die kleinen Leute, weil sie der Unterstützung und des Schutzes bedürfen, wie Siegfried Lenz einmal so schön sagte. Und natürlich schreibe ich über die großen Leute und in welcher Beziehung sie zu den kleinen stehen in unserem Land ... und schließe mit den Worten:

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Monika Eichenauer

P.S.: Ich muss doch noch etwas hinzufügen. Meine Steuerberaterin erklärte mir am 25.3.2011, wie viel Prozent Steuern ich bei Verkauf der Bücher an den Staat zu zahlen habe. Ich habe diese Bücher nicht geschrieben, damit der Staat nun 42 % Steuern pro Buch im Falle des Verkaufs überwiesen bekommt, obwohl er mir das Leben in vielerlei Hinsicht in den letzten Jahren, so wie vielen Menschen, erschwerte. Gern bin ich bereit die Bücher zu versteuern. Diese Steuern sollen aber anteilmäßig wie folgt verteilt werden:

Ein Viertel von den 42 % an den Staat, weil ich in ihm lebe. Diese möchte ich allerdings an alleinerziehende Mütter zu ihrem Geburtstag weitergegeben wissen.

Ein Viertel von den 42 % an Bürgerinitiativen, die sich direkt um Verbesserungen im Leben von Menschen bemühen.

Ein Viertel von den 42 % für den Verein Ärzte der Kultur, über den Sie in diesem Buch noch lesen werden, und der sich für das menschliche Wesen, Seele und Psyche einsetzt.

(Siehe auch Webseite Ärzte der Kultur: www.aerzte-der-kultur.de).

Ein Viertel von den 42 % für die von mir gegründete CoachOffice GmbH, Institut für medizinisches Heilungsmanagement, für das Gesundheitswesen.

Die Bücher habe ich geschrieben, um dem Ziel der Heilung von Patienten Geltung zu verschaffen und das Ansehen von Psychologischen Psychotherapeuten und Ärzten in Kultur und Gesellschaft zu fördern.

Zusätzlich gründete ich den Verein Ärzte der Kultur, um generell – und nicht nur im Gesundheitswesen – für Heilung, Seele, Psyche und genereller, für das menschliche Wesen wirksam eintreten zu können. Der Mensch, das menschliche Wesen, muss an der obersten Spitze in einer Kultur und Gesellschaft stehen.

Mit diesem Trio (Bücher/GmbH/ Verein) möchte ich vereiteln, dass Menschen in Deutschland, die einfach nur über Kapital verfügen, und dies weiter mehren möchten und mal schnell diese Idee zu ihren Gunsten kapitalisieren würden, zum Zuge kommen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie, lieber Leser, die Bücher gelesen haben, mir kurz Rückmeldung über die Webseite www.aerzte-der-kultur.de bezüglich des obigen Steuerverteilungsvorschlags geben würden, damit ich im Falle des Bestehens von Finanzamt und Staat, ausschließlich Steuern an das Finanzamt zu überweisen – und damit Möglichkeiten der Unterstützung für die obigen Projekte in dieser Form vereitelt wären – Finanzamt und Staat die Meinung von Menschen in Deutschland diesbezüglich umgehend mitteilen kann.

Es reicht, wenn Sie kurz mitteilen

Aber vielleicht ist man in Politik und Finanzministerium von sich aus bereit, auch mal anderes, als das Gewohnte, wie z.B. Subventionierung der Atomenergie, Waffen, Banken oder sonstige(s), zu unterstützen. Denn ich muss ehrlich sagen, ich habe gar keine Lust einen bürokratischen oder juristischen Weg, der Jahrzehnte dauert, um diesen Vorschlag rechtswirksam werden zu lassen, zu gehen.

Danke für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung.

Monika Eichenauer